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Der Himmel im Oktober 2026

Der Oktober ist ein Monat des Innehaltens. Venus läuft seit dem 3. Oktober rückläufig, ab dem 24. folgt Merkur – und zwischen beiden Ereignissen wechselt die Sonne von der Waage in den Skorpion. Hier findest du, was am Himmel passiert, und ein paar Gedanken dazu, wie sich diese Zeitqualität lesen lässt.

Die Daten auf einen Blick

Oktober 2026

  • 3. Oktober – Venus wird rückläufig (8° Skorpion), bis 14. November. Mars steht Pluto gegenüber.
  • 4. Oktober – Sonne in Opposition zu Saturn.
  • 10. Oktober, 17:50 Uhr – Neumond in der Waage (17°).
  • 16. Oktober – Pluto wird wieder direkt (3° Wassermann).
  • 23. Oktober, 11:32 Uhr – Die Sonne wechselt in den Skorpion.
  • 24. Oktober – Merkur wird rückläufig (21° Skorpion), bis 13. November. Am frühen Morgen treffen sich Sonne und Venus.
  • 25. Oktober – Venus wechselt rückwärts zurück in die Waage. In der Nacht endet die Sommerzeit.
  • 26. Oktober, 05:11 Uhr – Vollmond im Stier (3°). Die Sonne steht im Quadrat zu Pluto.

Alle Zeiten in mitteleuropäischer Zeit (MESZ bis 25. Oktober, danach MEZ). Tropischer Tierkreis, geozentrisch berechnet.

Zwei rückläufige Planeten

Rückläufigkeit ist zunächst nichts anderes als eine Perspektive: Von der Erde aus gesehen scheint ein Planet für einige Wochen rückwärts zu laufen, weil sich Erde und Planet mit unterschiedlicher Geschwindigkeit um die Sonne bewegen. Astrologisch wird diese Phase traditionell als Zeit der Rückschau gelesen.

Bei Venus – rückläufig vom 3. Oktober bis 14. November – berührt das die Themen Beziehung, Werte und das, was uns wichtig ist. Es ist eine Einladung, noch einmal in Ruhe hinzuschauen: Was schätze ich wirklich? Welche Verbindung verdient einen zweiten Blick? Alte Bekanntschaften und unerledigte Gespräche melden sich in solchen Wochen gern zurück.

Bei Merkur – rückläufig ab dem 24. Oktober – geht es um Kommunikation, Planung und Denken. Die Phase hat einen schlechten Ruf, den sie nicht verdient. Sinnvoll ist schlicht: Vereinbarungen noch einmal lesen, Zeit für Korrekturen einplanen, Missverständnisse direkt klären. Nicht mehr, nicht weniger.

Von der Waage in den Skorpion

Mit dem Neumond in der Waage am 10. Oktober beginnt ein Mondzyklus, der Ausgleich und Begegnung betont. Am 23. Oktober wechselt die Sonne in den Skorpion – traditionell das Zeichen der Tiefe, der Intensität und der ehrlichen Auseinandersetzung mit dem, was unter der Oberfläche liegt.

Der Vollmond im Stier am 26. Oktober stellt dieser Tiefe etwas Bodenständiges gegenüber: Stier steht für Verlässlichkeit, Körper, Besitz und Sinnlichkeit. Vollmonde machen Spannungen zwischen zwei Polen sichtbar – hier zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und der Bereitschaft zur Veränderung.

Aus uranischer Sicht

Die uranische Astrologie arbeitet weniger mit Zeichen als mit Winkelbeziehungen und sensitiven Punkten. Zwei Beobachtungen aus dieser Perspektive:

  • Neptun am Widderpunkt. Neptun steht in diesen Monaten bei etwa 2° Widder – nahe am Widderpunkt, der in der uranischen Astrologie für die Verbindung zur Öffentlichkeit und für Themen steht, die viele gleichzeitig betreffen. Neptun bringt dort traditionell Unschärfe, Sehnsucht und die Frage nach verlässlicher Orientierung ins Spiel. Diese Konstellation begleitet uns durch das ganze Jahr.
  • Sonne und Venus treffen sich. Am 24. Oktober bilden Sonne und Venus eine Konjunktion – ihre Halbsumme fällt mit ihnen zusammen. Wer ein Geburtsbild mit Faktoren um 1° Skorpion (und auf der 90°-Scheibe die entsprechenden Punkte in Widder, Krebs, Waage, Löwe, Stier, Wassermann) hat, wird diese Tage vermutlich deutlicher spüren.

Ein Monatsblick ist immer nur ein Ausschnitt. Wie dich diese Wochen tatsächlich berühren, zeigt erst dein eigenes Geburtsbild im Zusammenspiel mit den aktuellen Faktoren.

Eine Frage für den Oktober

Was möchte ich noch einmal in Ruhe anschauen, bevor ich weitergehe? Schreib dir die Antwort auf – und lies sie Mitte November wieder, wenn Venus und Merkur ihre Rückschau beenden.

Zur Einordnung: Die Daten in diesem Beitrag sind astronomisch berechnet. Ihre Deutung ist ein symbolisches Angebot zur Selbstreflexion – kein wissenschaftlicher Beweis, keine Vorhersage und kein Ersatz für medizinische, psychotherapeutische, rechtliche oder finanzielle Fachberatung.

Über die Autorin

HeLena Zeeb

Im Mittelpunkt stehen fundierte astrologische Grundlagen und die präzise Methodik der uranischen Astrologie. Komplexe Zusammenhänge werden klar, differenziert und ohne starre Vorhersagen oder vorgefertigte Antworten eingeordnet.

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